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Begriffsklärungen

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Taub ist eine positive Selbstbezeichnung nicht hörender Menschen, unabhängig davon ob sie taub, resthörig oder schwerhörig sind. Damit wird auch gezeigt, dass Taubheit nicht als Defizit angesehen wird. Es handelt sich hierbei um die Wiederaneignung eines Begriffes, der lange Zeit als abwertende Beschreibung verwendet wurde (reclaiming). Einige Mitglieder der Tauben Community verwenden inzwischen wieder das Wort ‚Taub‘ für sich, weil es im Gegensatz zum Begriff ‚gehörlos‘ nicht schon im Wort selbst einen Mangel (‚-los‘) benennt. https://diversity-arts-culture.berlin/woerterbuch/taub

T*taube Communities

"Taub“ und „gehörlos“ sind die gängigsten Varianten der Selbstbezeichnung. Es gibt verschiedene Schreibweisen, die unter Tauben Menschen diskutiert werden, z.B. „Taub“ mit großem „T“ oder mit „T*taub". https://diversity-arts-culture.berlin/magazin/dgs-veranstaltungen-mit-deutscher-gebaerdensprache

"Als ‚Taub‘ mit großem ‚T‘ bezeichnen sich viele nicht hörende Menschen – unabhängig davon, ob sie taub, resthörig oder schwerhörig sind. Sie unterstreichen damit, dass sie Taubheit nicht als Defizit ansehen." https://www.uni-due.de/zum-thema/gebaerdensprache-multitasking-fuer-die-augen.php

Audismus bezeichnet die Diskriminierung Tauber Menschen. Dieser liegt eine höhere Wertschätzung von Hören und Sprechen und eine Abwertung Tauber Menschen als „defekt“ zugrunde. Viele Hörende haben die Vorstellung, dass ein Leben ohne Gehör minderwertig sei. Eine Folge davon ist die Diskriminierung von Gehörlosenkultur und Gebärdensprache(n), die bis heute als weniger wert betrachtet und marginalisiert werden. https://diversity-arts-culture.berlin/woerterbuch/audismus

Coda oder Koda

Als Coda wird ein (hörendes) Kind gehörloser Eltern verstanden (englisch child of deaf adult). 90 % der Kinder gehörloser Erwachsener können normal hören, was zu einer bedeutenden und weit verbreiteten CODA-Gemeinschaft auf der ganzen Welt führt. Das Akronym KODA (kid of deaf adult) wird manchmal verwendet, um sich auf Codas unter 18 Jahren zu beziehen.

Der Begriff wurde von Millie Brother geprägt, die auch die Organisation CODA gründete, die als Ressource und Gemeinschaftszentrum für Kinder gehörloser Erwachsener dient und sowohl eine Laut- als auch eine Gebärdensprache spricht und sich bikulturell mit der Gehörlosenkultur und Hörendenkultur identifiziert. Codas navigieren oft an der Grenze zwischen der Welt der Gehörlosen und der Welt der Hörenden und fungieren als Bindeglied zwischen ihren gehörlosen Eltern und der Welt der Hörenden, in der sie leben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Coda_(Mensch)