Zum Inhalt springen

Anforderungen für Screenreader

Aus Wiki-Barrierefreiheit
Alternativtext | Alt-Text[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Damit Screenreader auch digitale Bilder, Fotos und Grafiken erkennen und vorlesen, sollen alle Abbildungen mit einem Alternativtext | Alt-Text beschrieben werden. Es gibt unterschiedliche Auffassungen und Vorlieben, wie ausführlich diese Texte sein sollen. Sollen Farben erwähnt und Details skizziert werden? Welche Aussage des Bildes ist im Kontext wichtig? Alt-Texte tragen zur digitalen Barrierefreiheit bei und sie verbessern gleichzeitig die Suchmaschinenoptimierung (SEO), indem sie Bilder für Suchmaschinen indexierbar machen. Ein Alt-Text ist allerdings für Menschen gedacht, nicht für Suchmaschinen. Wenn du den Alt-Text, hart gesagt voll „müllst“, mit unzusammenhängenden Schlagwörtern, ist das nicht barrierefrei, geschweige denn Nutzer*innen-freundlich (Keyword-Stuffing). Der Alt-Text ist für andere Nutzer*innen in der Regel unsichtbar. https://gehirngerecht.digital/alt-text/

https://www.uni-konstanz.de/universitaet/aktuelles-und-medien/online-und-print-medien-gestalten/texten-fuer-webseiten/barrierefreiheit-im-web/alternativtexte-fuer-bilder-und-grafiken-schreiben/

Der Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. (DVBS) veröffentlicht Leitlinien zur Barrierefreiheit von Office-Dokumenten oder PDF's und anderen Themen der Bildung. https://dvbs-online.de/veroeffentlichungen/leitfaeden

Gendern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Damit sich alle Menschen in ihrer geschlechtlichen Vielfalt angesprochen fühlen, werden auch Gender-Kurzformen mit Sternchen, Doppelpunkt oder Unterstrich genutzt. Das ist für viele blinde und sehbehinderte Menschen schwierig. Damit klar wird, wie ein Text von einer Assistenzkraft oder einem Screenreader vorgelesen werden soll, Personenbezeichnungen am besten ausformulieren. Es sollen Textlösungen gesucht werden, die kein Geschlecht ausschließen („Team“ statt „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“). Oder „Ärztinnen und Ärzte“. Wenn es nicht zu umgehen ist, empfiehlt der DBSV, das Sternchen zu verwenden. Doppelpunkt und Unterstrich sind für sehbehinderte Menschen schlechter erkennbar als das Sternchen. Weitere Infos unter: https://www.dbsv.org/gendern.html

An dem Kompendium „Gendersensible Sprache. Strategien zum fairen Formulieren“ hat der DBSV mitgewirkt. Kostenfreies und barrierefreies PDF: https://www.bdkom.de/veroeffentlichungen/kompendium-gendersensible-sprache/

Bei Verwendung von Hashtags (#) sollte jedes Wort mit einem Großbuchstaben beginnen. #KulturPerlen oder #GernPerDu oder #NichtsÜberUnsOhneUns. Es erleichtert die allgemeine Lesbarkeit genauso wie die Erkennbarkeit für Screenreader.